„Schnauze, Alexa!“ - Johannes Bröckers' ganz persönlicher Dialog mit Amazon

Quelle: © Westend Verlag GmbH, Frankfurt am Main, 2018


Frankfurt am Main, 17.12.2018 - Etwas barsch klingt der Titel seines neuen Buches ja schon: „ ‚Schnauze, ALEXA!‘ Ich kaufe nicht bei Amazon“. So sollte aber auch Johannes Bröckers, in Frankfurt lebender Marketingberater, Autor und Dozent nicht mit den kleinen digitalen Spionen umgehen, die sich viele Millionen Menschen freiwillig in die eigenen vier Wände oder gar ins Büro stellen. Und Amazons Alexa ist vielleicht die bekannteste unter Ihnen. 

Komisch - diesen Helferlein scheint, ganz anders wie einstmals bei Disneys Daniel Düsentrieb, eine weibliche Identität fast schon verpflichtend zu sein. Können die Anbieter hier von leichterem Vertrauensaufbau ihrer Nutzer ausgehen? Mmh - das klingt fast schon nach metaphysischen oder doch zumindest sozial-psychologischen Erörterungen. Lassen wir das also besser für heute. 

Bröckers erläutert in dem kleinen, knapp 100 Seiten umfassenden Büchlein seinen persönlichen Weg der Bewusstseinsbildung im Umgang mit Amazon. Und zitiert dabei immer wieder spannende Denker wie Arthur Koestler oder den ehemaligen Amazon-Chefwissenschaftler Andreas Weigend. Er macht das in einem angenehm-unaufgeregten Ton und erhebt sich keinen Moment über die allein mehr als 44 Millionen Amazon-User in Deutschland - auch er selbst verfügt noch über einen „lebenden" Amazon-Account. 

Vielmehr appelliert Bröckers an unser aktives Mitdenken und dazu, uns zu fragen, wieviel uns die Bequemlichkeit des Bestellens bei Amazon wert ist? Warum verfallen wir in Hysterie und rufen zum Boykott auf, wenn die Regierung mal wieder einen Mikrozensus ankündigt, „werfen“ aber Unternehmen wie Amazon unsere Daten einfach und widerstandslos hinterher? Oder steckt dahinter vielleicht eher eine evolutionäre Fehlentwicklung unseres Gehirns, wie er mit dem erwähnten Koestler vermutet?

Hören Sie sich das kleine Interview an, das Johannes Bröckers in der DLF-Sendung „Andruck“ der Moderatorin Catrin Stövesand zu seinem Buch gibt - sehr erhellend - auch und gerade im Glanz der Vorweihnachtszeit.

Und - fast schon selbstverständlich - das Bändlein gibt es auch als e-Book für den Kindle von Amazon - „Honi soit qui mal y pense“.

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