Umsatzrekord im Weihnachtsgeschäft ? -
EY-Studie „Weihnachtsgeschenke 2016“


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Übersichtsfolie entnommen aus der besprochenen EY-Studie Weihnachtsgeschenke 2016


Düsseldorf, 23.10.2016 - Erfreulich positiv blickt Thomas Harms von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) auf die Umsatzerwartungen im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft. Seine Studie „Weihnachtsgeschenke 2016 - Deutschland. Verbraucherumfrage zu Kaufabsichten und -gewohnheiten“ basiert auf der telefonischen Befragung von 1.500 volljährigen Verbrauchern in Deutschland im Zeitraum vom 7.10. bis 15.10.2016, durchgeführt von Valid Research, Bielefeld. Gegenstand der Befragung waren ausschliesslich Einkaufsaspekte bei den geplanten Weihnachtsgeschenken, nicht beim gesamten vorweihnachtlichen Konsumverhalten. An verschiedenen Stellen wird auf die Ergebnisse der Vorgängerstudien von 2008 bis 2015 eingegangen.

Die Konsumlaune zu Weihnachten steigt demzufolge um durchschnittlich drei Prozent auf nunmehr durchschnittlich 266 Euro (Vorjahr 259 Euro) pro Befragtem. Die geplanten Geschenkausgaben liegen damit deutschlandweit bei rund 18,1 Milliarden Euro. Dabei werden Geschenkgutscheine und Geldgeschenke immer populärer (zusammen 68% des Geschenketats - plus 50% im Vergleich zu 2015.) Hier scheint das Kaufverhalten junger Konsumenten ausschlaggebend zu sein: ältere Schenkende meiden zunehmend klassische Modegeschenke; in der digitalen Welt kennen sie sich nicht aus.

Verschiebungen ergeben sich bei den kundenseitig anvisierten Handelskanälen: der Fachhandel erlebt ein kleines Revival und wird 39 Prozent des Budgets für Geschenke einnehmen (Vorjahr: 36 Prozent). Stabil werden die 21 Prozent Umsatzanteil des Online-Handels bleiben. Verlierer in der Gunst der Schenkenden sind eindeutig die Kaufhäuser mit 15 Prozent (2015: 26 Prozent) und leicht die Einkaufszentren mit acht Prozent (-1 Prozent zum Vorjahr).

Thomas Harms zu den Hintergründen der Ergebnisse:

„Die Beschäftigung in Deutschland hat Rekordniveau erreicht, und dank hoher Tarifabschlüsse, niedriger Inflation und gesunkener Energiekosten haben die Deutschen mehr Geld im Portemonnaie. In Zeiten extrem niedriger Zinsen lohnt sich zudem das Sparen nicht – entsprechend hoch ist die Konsumbereitschaft der Verbraucher. Den Handel freut’s: Er kann sich auf ein Rekord-Weihnachtsgeschäft einstellen. (…) Der private Konsum bleibt die wichtigste Stütze der Wirtschaftsentwicklung.“

Der stationäre Einzelhandel kann im Weihnachtsgeschäft gegenüber dem Online-Handel punkten. Das hat mehrere Gründe: 

  • viele Konsumenten legen beim Geschenkekauf ihre Schnäppchenmentalität ab
  • sie möchten sich auf das Einkaufserlebnis einlassen
  • Inspirationen für Geschenkideen werden gerne angenommen
  • Haptik ist gerade bei Geschenken wichtig
  • Serviceleistungen wie Umtauschmöglichkeit und Beratung kommen gut an
  • gute Gelegenheit, Omnichannel-Fähigkeit gegenüber Kunden zu demonstrieren („click-and-collect“) oder Lieferung nach Hause
  • sofortige Verfügbarkeit gegenüber längeren Lieferfristen beim Online-Handel
  • Kunden sind empfänglicher für die weihnachtliche Atmosphäre und das Ambiente geschmückter Innenstädte und Läden
  • Ideales Verbinden von Einkaufen und Besuch von Weihnachtsmärkten

So bevorzugen denn auch 71 Prozent der Befragten den weihnachtlichen Einkaufsbummel in der Innenstadt - im Gegensatz dazu kaufen lediglich neun Prozent lieber online. Das gilt in abgeschwächter Form über sämtliche Altersgruppen hinweg.

Die vollständige EY- Studie finden Sie hier als PDF-Download.

Allerdings muss man sich als „Spassbremse“ auch ganz klar die Aussagen anderer Studien wie dem „Deloitte Christmas Survey 2016“ vor Augen halten: Demnach plant jeder zweite Weihnachtseinkäufer zumindest einen Teil seiner Geschenke im Internet zu kaufen.

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