imm Cologne 2017 - spannender Start in die Möbelsaison in Köln


20170120 imm Moebelmesse Cologne


Köln, 23.1.2017 - Pure Zahlen über Besucher und Aussteller werden der Kölner Möbelmesse imm Cologne und ihrem nachhaltigen Hineinwirken in die verschiedenen Stadtteile seit jeher nicht gerecht. So ist der Pflichtbesuch in den weit verzweigten Deutzer Messehallen immer nur Auftakt, Einstimmung - und klar: auch Möglichkeit zu Gesprächen mit Ausstellern, Newcomern, Designern und Studierenden der relevanten Fachrichtungen.

Bespielt wurden in diesem Jahr sämtliche Messehallen (1-11), die ja in der Regel selbst wiederum über mehrere Ebenen verfügen. Thematisch liessen sich drei grosse Bereiche ausmachen: die imm Internationale Einrichtungsmesse selbst, in den Hallen 4.1, 4.2 sowie 5.2 das internationale Küchenevent „Living Kitchen“ und in der Halle 1 - vorwiegend an Endverbraucher gerichtet, der „Designers Market“, organisiert von der Stuttgarter Blickfang.

Bei einer Gesamtbesucherzahl von rund 150.000 Besuchern war mal wieder ein Besucherrekord zu feiern - darunter immerhin ca. 104.000 Fachbesucher (56.000 aus dem Inland und 48.000 internationale Besucher - plus 4 Prozent zum Vorjahr) - ein nennenswerter Internationalisierungsfaktor. Die Aussteller, mit denen ich am Freitag, dem ersten Publikumstag gesprochen habe, waren es denn auch zufrieden - wenn sich auch der eine oder die andere mehr direkte Orders auf der imm erwartet hätte. Aus dem Schlussbericht der imm nochmals zu konkreten Besucherzahlen:

„Für Europa konnten Steigerungen (bei den Fachbesucherzahlen, MB) vor allem aus Spanien (plus 25 Prozent), Russland (plus 26 Prozent), Italien (plus 19 Prozent) und Großbritannien (plus 13 Prozent) verzeichnet werden. Gut entwickelt haben sich auch die Besucherzahlen aus den Niederlanden und Polen. Mehr Fachbesucher kamen auch aus Übersee, insbesondere aus China (plus 5 Prozent), Südkorea (plus 12 Prozent) und Indien (plus 5 Prozent). Gestiegen sind auch die Besucherzahlen aus dem Nahen Osten (plus 19 Prozent), hier besonders aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mit dem ausgezeichneten Auslandsbesuch stärken die beiden Messen das Exportgeschäft der Aussteller. (…) 

So zeigten erste Auswertungen, dass unter den Fachbesuchern sehr viele der TOP 30 Handelsketten weltweit vertreten waren, darunter u.a. John Lewis, die Home Retail Group, Harveys Furnishing - alle aus Großbritannien - sowie Conforama aus Frankreich und Nitori aus Japan. Auch die Branchengrößen im Online-Handel - hier u.a. Amazon und die Otto Group - nutzten sehr intensiv die Veranstaltung für ihre Geschäfte. Damit wurde das Messedoppel auf nationaler und internationaler Ebene seiner Bedeutung für die weltweite Handelstätigkeit in der Einrichtungswirtschaft gerecht.“

Nicht ganz so euphorische Reaktionen liessen sich an der LivingKitchen, die im Zweijahres-Turnus parallel zur imm und im Wechsel mit der LivingInteriors stattfindet, einfangen: Hier präsentierten sich 200 Aussteller aus 21 Ländern ebenfalls an allen sieben Messetagen ihrem Publikum, darunter 50 Neuaussteller und Wiederkehrer. 

Zwar lagen die Kennzahlen in vielen Bereichen, so der Schlussbericht der imm wage, über jenen von 2015, doch lässt sich der Geschäftsführer Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) e.V., Kirk Mangels etwas zurückhaltender zitieren:

„ ‚Die LivingKitchen in Köln ist auf einem sehr guten Weg. Wir werden direkt nach der Messe die Ergebnisse analysieren um daraus Schlüsse zu ziehen, wie man im gemeinschaftlichen Schulterschluss das Event noch weiterentwickeln kann,' so der AMK-Geschäftsführer. Aber nicht nur die innovativen Produkte der Aussteller, sondern auch die Koch-Events und großen Koch-Shows lockten an den Besuchertagen ein sehr heterogenes, genussorientiertes Publikum auf die Messe.

Hingegen gab es beim Besuch der Publikumsmesse Designers Market in Halle 1 einen erfreulichen Besucherandrang. Neugierige Blicke streiften die Exponate aus Textilien, Holz, Kunststoff oder Stahl; viele Besucher untersuchten die Designerstücke aber auch ganz handgreiflich - und unterstrichen damit die Bedeutung des haptischen Erlebnisses vor einer Kaufentscheidung.

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Eingang des Designers Market - Halle 1 der imm

Designers Market - Halle 1 der imm

Unselige Erinnerungen an den Sportschulunterricht - wunderschön verpackt von „Zirkeltraining“ -
Designers Market - Halle 1 der imm


Hier durfte und konnte auch direkt gekauft werden - einige der Aussteller hätten sich da wohl aber noch ein paar mehr Scheinchen in der Kasse gewünscht.

Spannend die Halle 3.1 mit den Ständen zahlreicher Design-(Fach-)Hochschulen und den Pure Talents, einem Forum internationaler Nachwuchsdesigner, im Wettbewerb um den von der imm ausgelobten Pure Talents Contest

Vorbildlich - und anderen Messestädten mit designorientierten Veranstaltungen durchaus als Vorbild empfohlen - sind die parallel zur imm Cologne stattfindenden kuratierten Ausstellungen in der Deutzer Designpost und die sich in die unterschiedlichsten Stadtteile hinein erstreckenden Passagen; Besucher treffen hier auf Ausstellungen, designorientierte Einzelhändler, Künstlerateliers aber auch auf Möbelläden, den Kölnischen Kunstverein oder das MAKK, das Museum für angewandte Kunst (mit der Werkschau FULL House über Stefan Diez) - um nur einige zu nennen. Einer der lokalen Schwerpunkte war auch in diesem Jahr wieder der design parcours ehrenfeld. Veranstaltet werden die Passagen parallel zur imm Cologne seit vielen Jahren von Sabine Voggenreiter und ihrem Büroteam.


Fotostrecke imm Cologne und Passagen

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